German Classic 2024 – Rückblick

Überführung nach Laboe (Tag 1)

Nach guter Vorbereitung konnten wir pünktlich in Wismar abgelegen und sind unter Motor sowie einem kleinen Frühstück aus der Wismarer Bucht raus. Bei schönem Wind setzen wir die Segel auf Anwindkurs. Vor Fehmarn mussten wir aufgrund Flaute die Segel bergen und sind weiter bis zur Fehmarnsundbrücke. Weil es das Ziel war anzukommen, sind wir dann bei 8kn Gegenwind unter Motor durch die Brücke und weiter in Richtung Kiel / Laboe. Gegen 20:00 Uhr wurden wir dann von unserem 1. Skipper in Empfang genommen, welcher uns bereits eine Box gesichert hatte.

Begleitet wurde unser Anleger von einer tollen Saxophonistin auf der liebevoll aufgebauten Bühne. Nach einem entspannten Anlegemanöver duften wir uns noch ein Glas Sekt abholen. Nun sitzen wir entspannt bei selbstgemachtem Pesto auf der WoW und können bei schöner Kulisse im Alten Hafen von Laboe.

Wettfahrt auf Olympischen Kurs (Tag 2)

Partynacht auf dem Nachbarboot. Trotzdem sind wir ab 07:00 aus den Kojen gekrochen, um das reichliches Frühstück des Veranstalters zu genießen. Unter Regen ging es gegen 10:00 Uhr für alle Teilnehmer unter mäßigen Wind raus auf die Bucht.

In der dritten Gruppe viel für uns der Startschuss um 11:35 mit 10 weiteren Booten. Auf Am Wind-, Halbwind- und Raumwindkursen fuhren wir zwei Wettfahrten nacheinander á jeweils etwa 1,5 Stunden. Wo wir einige Schwierigkeiten mit dem Spinnacker hatten, aber konnten alle Probleme noch während der Wettfahrt beheben. 13:10 Uhr dann das Fotofinish mit dem Gefühl, dass wir in unserer Gruppe auf den letzten Platz gesegelt sind.

Nach einer kleinen Pause sind wir dann 20 Minuten später in die zweite Runde gestartet. Wir segelten inzwischen gut eingespielt, gute Kreuz und schöne Spi-Manöver. Leider löste sich beim frisch reparierten Spi das Tape und wir mussten frühzeitig bergen. Taktisch legten unsere Skipper in dem Rennen nochmal eine Schippe drauf und wir fuhren mit dem Gefühl ins Ziel, gut gesegelt zu sein aber keinen Blumentopf zu gewinnen. Das schlechte Wetter beflügelte uns nicht wirklich.

Nach dem Anleger haben wir zur Unterhaltung der Touristen unseren Spinnacker luftgetrocknet und neu geflickt. Zeitgleich erfuhren wir das unglaubliche aus Finnland durch die Crew der MATCHBOX: Wir hatten in unserer Gruppe beide Wettfahrten gewonnen.

Schönwetter Regatta (Tag 3)

Gewohnt gutes Frühstück, sehr wenig Wind in der Vorhersage, ein sonniger Tag begrüßt uns in Laboe. Gegen 10:00 Uhr legten wir wie am Vortag ab, verabschiedeten noch ein Crewmitglieder und nahmen dafür zwei neue mit. Aufgrund des späten Start gegen 12:05 legten wir noch einen Badestopp mit kleiner Unterwasserschiffreinigung ein.

Unter Leichtwind mit wenig Spielraum schleppten sich die Boote über die Startlinie. Wir segelten ziemlich sauber bei anfangs sehr wenig Wind, nicht die Königsdisziplin der WoW… Zwischendurch war es sehr eng auf der Kreuz, es gab abenteuerliche Versuche uns die Vorfahrt zu nehmen. Nach einer Ansage der Wettfahrtleitung die etwas verwirrte, tauchten wir in die zweite Runde ein. Unter Spi segelten wir mit gutem Vorsprung 15:06:46 über die Ziellinie. Kurz nach uns segelte ein 12er Kreuzer beim Zieleinlauf fast das Schiff der Wettfahrtleitung über den Haufen.

Bei Sonnenschein fuhren wir zurück in den Hafen, mit dem Gefühl heute mit einigen kleinen Fehlern gut gesegelt zu sein. Der heutige Tag brachte uns einen zweiten Platz, eine Minute langsamer nach Verrechnung. Laut unserem Skipper wärs ja auch langweilig wenn wir nur Pokale mit ner eins drauf im Büro stehen hätte. So sitzen wir nun direkt vor der Bühne auf der WoW, genießen die Musik und die guten Gespräche. Wie immer schön der Samstag Abend auf der German Classics.